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Hamburg/Preußisch-Oldendorf, 17.03.2002: Am Freitag sind die seit vier Tagen andauernden Verhandlungen zwischen Greenpeace und "Fritz Offermann" ergebnislos abgebrochen worden.Die Holzhandelsfirma ist weiterhin nicht bereit, auf afrikanisches Urwaldholz zu verzichten und schrittweise auf
Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz aus ökologischer Waldnutzung umzusteigen. 30 Greenpeace-Aktivisten setzen daher ihren Protest auf dem Gelände des Sägewerks in Preußisch-Oldendorf fort.
Tag und Nacht protestieren Greenpeace-Aktivisten seit Dienstag beim Holzhändler "Fritz Offermann".
Seit Dienstagmorgen demonstrieren die Umweltschützer ununterbrochen im Holzlager von "Fritz Offermann" gegen den Import von Urwaldholz aus Afrika. Mehrere Aktivisten kletterten auf den Verladekran des Unternehmens und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift "Urwälder zerstört - Deutschland macht mit". Die Greenpeacer markierten auf dem Firmengelände außerdem Hunderte Baumstämme mit der Forderung "Stoppt Urwaldzerstörung!". "Fritz Offermann" verarbeitet rund ein Sechstel der nach Deutschland importierten tropischen Rundhölzer und macht sich deshalb mitschuldig an der Vernichtung der letzten Urwälder.
Greenpeace hat der Geschäftsführung von Offermann vorschlagen, gemeinsam ein Konzept zur sukzessiven Umstellung auf
Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz aus ökologischer Waldnutzung zu erarbeiten. Die beste Garantie für eine nachhaltige
F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft bietet das
Forest Stewartship CouncilFSC-Ökosiegel des Weltforstrates. "Fritz Offermann" lehnte die Greenpeace-Forderungen jedoch rundweg ab und will statt dessen weiterhin Urwaldholz aus Afrika beziehen, das nahezu ausschließlich aus zerstörerischem Raubbau stammt.
"Offermann ist nicht zur Einsicht fähig", klagte Greenpeace-Waldexpertin Sandra Pfotenhauer nach Abbruch der zähen Verhandlungen. Jetzt will Greenpeace die lokalen Bundestagsabgeordneten und die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn einladen, die sich vor Ort selbst ein Urteil über das Problem bilden sollen. Weil die
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie nicht zum Einlenken bereit ist, fordert Greenpeace die Politiker auf, sich energischer für den Schutz der letzten Urwälder einzusetzen.
Im April kommen Regierungsvertreter aus aller Welt in Den Haag zusammen, um über ein Zehnjahres-Programm zum Schutz der letzten Urwälder zu verhandeln. Greenpeace appelliert an die Bundesregierung, sich auf dem Urwaldgipfel für einen vorläufigen Einschlagstopp einzusetzen. Das Verbot soll so lange gelten, bis eindeutig geklärt ist, welche Urwälder als dauerhafte Schutzgebiete zu erhalten sind und welche nach ökologischen Kriterien genutzt werden können.