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Köln, 04.03.2002: Die Baumschutzsatzung der Stadt Köln verpflichtet Unternehmen zu Ersatzpflanzungen.Die Kölner Ford-Werke AG nimmt den
Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz ernst - auch auf eigenem Grund und
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden. So wurden alle auf dem Werksgelände in Köln-Niehl wachsenden Bäume in einer elektronischen Datenbank gespeichert und die dort vorkommenden Pflanzen, vor allem Kräuter und Stauden, in Listen und Tabellen erfasst. Ergebnis: Auf dem Werksgelände gedeihen über 40 verschiedene Baum- und mehr als 150 Pflanzenarten. Die Erfassung der Pflanzen ist Voraussetzung für ihre ökologisch sinnvolle Entwicklung. Künftig sollen nur noch heimische Blumen und Sträucher gepflanzt werden, die Vögeln und Insekten Schutz und Nahrungsquelle bieten. Außerdem soll die Entwicklung und
Die in Luft, Wasser oder Boden verdünnten Emissionen werden als A. bezeichnet. Ausbreitung einheimischer Krautpflanzen auf dem Werksgelände nicht länger durch zu häufiges Mähen der Rasenflächen behindert werden. Die systematische Dokumentation des Baumbestandes dient vor allem der möglichst einfachen Kontrolle ihres Gesundheitszustandes, zumal Bäume, die durch die Kölner
Als kommunale Satzung (beschlossen vom Gemeinderat) oder als Verordnung der Unteren Naturschutzbehörde (auf der Basis eines Landesnaturschutzgesetzes) kann für eine Kommune der besondere Schutz von Bäumen (ab einer definierten Größe) festgeschrieben werden. Baumschutzsatzung geschützt sind, nicht ohne Erlaubnis verändert oder entfernt werden dürfen.
Die in Teilen novellierte Baumschutzsatzung der Stadt Köln, die am 5. Februar 2002 in Kraft trat, schützt grundsätzlich alle Bäume im Geltungsbereich, die einen Stammumfang von mehr als 100 cm in 1 Meter Höhe über dem Erdboden haben. Es ist verboten, geschützte Bäume zu zerstören und zu beschädigen. Eigentümer
oder sonstige Berechtigte haben prinzipiell alle zumutbaren Maßnahmen zu treffen, die zur Erhaltung und Sicherung von geschützten Bäumen erforderlich sind. Ohne Erlaubnis der Stadt dürfen geschützte Bäume auch nicht verändert oder entfernt werden.
Ausnahmen sind allerdings möglich, zum Beispiel, wenn ein an sich geschützter Baum morsch ist und daher Menschen gefährden könnte. Die Erlaubnis zur Entfernung (oder Veränderung) dieser Bäume erteilt die Stadt Köln - allerdings nur unter der Auflage einer in der Satzung definierten Ersatzpflanzung beziehungsweise unter der Verpflichtung zur Leistung einer Ausgleichszahlung.
In einer zweimonatigen Begehung des Werksgeländes wurde jeder einzelne Baum systematisch katalogisiert. Erfasst wurden vor allem der genaue Standort, die Baumart, Stammumfang und Gesundheitszustand. Aufgrund dieser Daten erhielt jeder Baum eine neunstellige Registriernummer, so dass er nun zweifelsfrei identifiziert und lokalisiert werden kann.
Auf dem Werksgelände wachsen derzeit über 2.500 Bäume von 40 verschiedenen Arten - darunter Ahorn, Baum-Hasel, Eibe, Eiche, Esche, Fichte, Flieder, Goldregen, Holzbirne, Kiefer, Kirsche, Linde, Rosskastanie, Rotbuche, Tanne, Weißdorn und Zypresse. Auch acht Zedern, ein Walnussbaum und sogar ein exotischer Trompetenbaum gedeihen auf dem Werksgelände. Am häufigsten jedoch sind Pappeln (36 Prozent des erfassten Baumbestandes) und Platanen (31 Prozent) auf dem Werksgelände zu finden - also zwei Baumarten, die in unserem Naturraum ohne Anpflanzung durch den Menschen nicht vorkommen würden. Mit großem Abstand folgt die Linde (sechs Prozent des erfassten Baumbestandes) und die Birke (125 Exemplare, fünf Prozent). Mit einem Stammumfang von 360 cm ist eine
Die Pappel - auch Espe genannt - ist ein Pionierbaum mit geringen Ansprüchen an Boden und Klima. Sie bruacht viel Lichtund steht häufig auf freien Flächen.
Die Pappel wird meist um 20 Meter hoch und hat ihr Wachstum bereits mit 60 Jahren beendet. Die vegetative Vermehrung findet über Stecklinge oder Gewebekultur statt.
Pappel der stattlichste Baum des Werksgeländes, gefolgt von einer Rosskastanie (Stammumfang 350 cm).
Darüber hinaus wurden für den Ford-Standort Köln auch die auf dem Werksgelände wachsenden Pflanzen - vor allem Kräuter und Stauden - systematisch in Listen und Tabellen erfasst. In der eine volle Wuchsperiode (Frühling bis Herbst) umfassenden Aktion wurden über 150 Arten dokumentiert, und zwar verteilt auf neun verschiedene Biotoptypen - zu denen zum Beispiel auch so lebensraumfeindliche Standorte wie Pflaster- und Mauerritzen, Straßenböschungen, Gleisanlagen und Parkplätze gehören. So leben allein 16 verschiedene Pflanzenarten in den Fugen und Ritzen der Ford-Kaimauer zum
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.Rhein. 98 Arten wie zum Beispiel die Acker-Kratzdistel oder das Acker-Vergißmeinnicht sind einheimische Pflanzen. 20 Arten wie zum Beispiel die Kanadische Goldrute oder das Afrikanische Greiskraut sind Neueinwanderer, das heißt, sie würden ohne die Hilfe des Menschen hier nicht vorkommen. Bei 32 Arten ist eine Zuordnung nicht möglich. Insgesamt wachsen Pflanzen aus allen fünf Kontinenten auf dem Ford-Werksgelände in Köln. Darunter befinden sich Arten, die für die Stadt- und Industriegebiete heutzutage zum typischen Erscheinungsbild gehören wie zum Beispiel Kanadisches Berufkraut, Chinesischer Sommerflieder, Afrikanisches Greiskraut oder Kleines Springkraut (Ostasien).
Drei Pflanzenarten wurden gefunden, die in der niederrheinischen Bucht als gefährdet gelten, nämlich Kleiner Vogelfuß, Wiesensalbei und die Gewöhnliche Ackerröte. Eine Pflanzenart (Steppen-
Die Wolfsmilch ist ein zweijähriges oder einjährig überwinterndes Kraut mit einer Wuchshöhe von bis 1,5 Metern. Sie besitzt kurze dünne Wurzel und kräftige Stängel und Blätter, die Milchsaft enthalten. Wolfsmilch hat einen trugdoldigen Blütenstand mit weiblichen und männlichen Blüten.
Wolfsmilch) ist sogar als stark gefährdet eingestuft.