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Hamburg, 17.01.2002: An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste vor Friedrichskoog sind am Dienstagabend drei gestrandete und verendete Pottwale entdeckt worden. Greenpeace ist vor Ort und untersucht, wie es zu den tödlichen Strandungen gekommen ist. "Immer mehr Wale verirren sich in die Nordsee", sagt Greenpeace-Waleexperte Thilo Maack. "Der Zusammenhang mit der Öl- und Gasindustrie in der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee liegt auf der Hand, muss aber nicht unbedingt auch für die drei Pottwale gelten, die gestern gestrandet sind. Wir wollen herausfinden, warum diese drei Tiere starben."
Eine Bergung der stark verwesten Kadaver war für den Mittwochnachmittag bei Hochwasser geplant gewesen. Aufgrund starken Nebels und Unklarheiten bei der Zuständigkeit zwischen niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Behörden sowie eines nur bedingt einsetzbaren Bergungsschiffes blieb sie jedoch aus. Möglicherweise sollen die Überreste einfach verwesen, da sie die Schifffahrt nicht gefährden.
Zu Untersuchungszwecken nahmen Mitarbeiter des Forschungs- und Technologiezentrums (FTZ) aus Büsum auch für Greenpeace Proben. Sie werden auf
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.Schadstoffe und möglichen Parasitenbefall überprüft. Dazu Maack: "Nur wenn man die Gründe der Strandungen kennt, kann man den Pottwalen in Zukunft helfen."
In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Walstrandungen an der Nordseeküste einen traurigen Rekord erreicht: Für 82 der friedlichen Meeressäuger wurde die relativ flache
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee zur meistens tödlichen Falle. Qualvoll ersticken die Tiere, weil ihren bis zu 45 Tonnen schweren Körpern der erleichternde Auftrieb des Wassers fehlte.
Doch was bringt Wale dazu ins flache
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser zu schwimmen? Anfang des Jahres berichtete eine US-amerikanische Forschungsgruppe, dass Experimente der US-Navy im März 2000 mit einem besonders starken Militär-Sonar vor den Bahamas zur Strandung von 16 Walen und einem Delfin geführt habe. Bei den Tieren wurden schwere Schäden des Hörsystems, des Gehirns sowie druckempfindlicher Gewebe festgestellt. Ihrer Sinne beraubt sind die Meeresbewohner daraufhin an Land geschwommen.
In der Nordsee gibt es auch Quellen für starke akustische Signale: Bei der Erschließung neuer Ölfelder, wie zum Beispiel westlich der Shetland-Inseln, kommen sowohl Sonare als auch Unterwasserexplosionen zum Einsatz. Aber die 400 Öl- und Gasplattformen in der Nordsee setzen den Meerestieren auch auf anderem Wege zu. Jedes Jahr leiten sie rund 10.000 Tonnen giftiges Öl und fast 100.000 Tonnen
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.Chemikalien ins Meer ein.
Obwohl noch nicht geklärt ist, wie sich die Wale auf ihren Wanderungen genau orientieren, ist eines jedoch klar: Die Pottwale müssen sich verirrt haben, wenn sie in die flache
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommenNordsee schwimmen. Normalerweise ziehen sie nordwestlich an Schottland und Irland vorbei, wenn sie sich vom Eismeer kommend zu den Azoren begeben, um sich dort zu paaren.
Lesen Sie von der 1998
geglückten Rettung gestrandeter Pottwale.
Weitere Informationen über
Wale und den Walfang auf den Themenseiten von Greenpeace.de.