Familie und Kinder
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Artikel Nr.: 18471
Der Protest des Publikums bezog sich auf die Behauptung, dass Gender-Politik und Voodoo aufs Gleiche hinauslaufen. Natürlich hat Martenstein nicht alle in der Bundesrepublik existierenden Tabuthemen benannt. Aber die Reaktion auf seinen Vortrag ist bezeichnend. Es mehren sich die Zeichen dafür, dass die Kritik an Feminismus/Gender-Mainstreaming/Gender Studies/Gleichstellungspolitik (im Folgenden kurz Genderismus genannt) das größte Tabu in der Bundesrepublik darstellt.
Bekannt wurde der Fall eines Mainzer Professors, der in einem noch im Internet kursierenden Artikel den Gender-Mainstreaming als totalitäre Steigerung der Frauenpolitik bezeichnet hatte. Er wurde daraufhin von der Universitätsleitung angewiesen, den Artikel von seiner Internet-Seite zu entfernen. Der Wissenschaftler schweigt bis heute zu diesem Thema, und zwar aus Angst um seine Arbeit und seine Nachtruhe.
Bei dem 2010 an der Universität Düsseldorf stattfindenden Männerkongress gab es seitens feministischer Kreise Drohungen gegen einen der Teilnehmer, den Geschlechterforscher Professor Gerhard Amendt. Er erhielt Personenschutz. Im Mai dieses Jahres wurde Monika Ebeling vom Rat der Stadt Goslar als Gleichstellungsbeauftragte abberufen, weil sie sich auch für die Anliegen von Jungen und Männern einsetzte.
Der israelische Historiker Martin van Creveld wurde kürzlich von der Uni Trier dazu eingeladen, eine Vortragsreihe abzuhalten. Nach dem ersten Vortrag Männer, Frauen, Kriegsspiele und Kultur wurde er auf Druck des Astas von der Universitätsleitung u.a. wegen Frauenfeindlichkeit ausgeladen.
In der Politik findet keine Kritik am Genderismus statt. Auch in der Wissenschaft wird jegliche Kritik tabuisiert. In den Mainstreammedien erscheinen genderkritische Beiträge äußerst selten. Es sind absolute Ausahmen im Vergleich zu den fast täglich erscheinenden Artikeln, die den Genderismus propagieren. Es entsteht der Eindruck, man lässt die wenigen kritischen Artikel nur deshalb veröffentlichen, um den Anschein zu erwecken, dass in der Bundesrepublik Meinungsfreiheit herrsche.
Dabei sollte es doch für jeden aufgeklärten und kritisch denkenden Menschen eine Aufgabe und Herausforderung sein, sich dieses Tabuthemas anzunehmen, dieses Tabu (und auch andere Tabus) zu brechen. Nur auf diese Weise kann ein freier Diskurs stattfinden. Nur dann könnte man sagen, dass in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht.
Harald Martensein hat die Konsequenz aus der Reaktion des Publikums auf seine Ausführungen zum Genderismus gezogen. Er schreibt: Ich nehme dies, weil ich als ZEITmagazin-Kolumnist von Amts wegen zum Nonkonformismus verpflichtet bin, als Aufgabe und Verpflichtung, und vertrete das jetzt ununterbrochen.
© Dr. Alexander Ulfig