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Tipps zur Freilandhaltung im Winter: Freigehege für Kaninchen und Meerschweinchen jetzt winterfest machen

Hamburg, 14.09.2011: Kaninchen und Meerschweinchen fühlen sich am wohlsten wenn sie das ganze Jahr im Freigehege gehalten werden. Damit die Tiere die kalten Wintermonate im Freien unbeschadet überstehen, hat VIER PFOTEN einige wichtige Hinweise zusammengestellt.

„Generell sollten im Winter nur gesunde und erwachsene Tiere draußen bleiben. Für Jungtiere oder trächtige Weibchen ist diese Form der Überwinterung zu anstrengend.

Meerschweinchen sind dabei noch empfindlicher als Kaninchen“, sagt Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. „Wichtig ist, dass die Tiere bereits seit dem Frühjahr an die Haltung im Freien gewöhnt sind, denn nur dann können sie sich auf Temperaturwechsel einstellen und ihr Haarkleid entsprechend anpassen. Selbstverständlich sollten immer mindestens zwei Tiere einer Art zusammen gehalten werden.“

Kaninchen und Meerschweinchen sind besonders empfindlich gegen Zugluft und Nässe. Deshalb benötigen die Tiere einen wetterfesten, von allen Seiten isolierten und mit doppeltem Boden ausgestatteten Stall. Er darf keinen direkten Bodenkontakt haben, nur so ist eine gute Luftzirkulation gewährleistet. Damit sich die Tiere wärmen können, benötigen sie trockene Einstreu, insbesondere Heu und Stroh, in großen Mengen – nasses Material muss täglich entfernt werden.

Handelsübliche Ställe sind zur Überwinterung im Freien völlig ungeeignet: Zugluft und Feuchtigkeit dringen ein, die Möglichkeit zur freien Bewegung fehlt. Deshalb erfrieren viele Kaninchen und Meerschweinchen in diesen Ställen. Besonders wichtig ist der ständige Zugang zum mindestens sechs Quadratmeter großen Freigehege, so können sich die Kaninchen ausreichend Bewegung verschaffen und warm halten. Der Bodengrund sollte stets matschfrei sein. Rindenmulch leistet hier sehr gute Dienste.

„Keinesfalls sollten Kaninchen oder Meerschweinchen im Wechsel draußen und drinnen gehalten werden. Dadurch wird die körpereigene Temperaturregulation durcheinander gebracht, was schwere Erkältungskrankheiten zur Folge haben kann“, erklärt Birgitt Thiesmann.

Bei der Überwinterung im Freien kommt der Ernährung der Tiere eine besondere Bedeutung zu, denn die Tiere haben einen erhöhten Energiebedarf. Frischfutter darf nur in kleinen Portionen gegeben werden, da angefrorenes Futter zu schweren Magen- und Darm-Erkrankungen führen kann. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Trinkwasser nicht gefriert. Damit Kaninchen und Meerschweinchen gut über den Winter kommen, brauchen sie viel hochwertiges Heu. Es sollte staubfrei, trocken und frisch sein.
Autor: VIER PFOTEN e.V.
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Stand: 15. September 2011
Erstellt: 15. September 2011

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