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Umweltjournal.de | Familie und Kinder  | Artikel Nr.: 16431

Warst Du auch schön artig?

Berlin, 11.12.2009: Wer artig war, bekommt Geschenke: Was Kindern spätestens bei der Bescherung einleuchtet, sollten sich Verbraucher klar machen, wenn es den Schutz der Artenvielfalt betrifft. Nur mit ihr erhalten wir auch weiterhin die Geschenke, die uns die vielfältigen Ökosysteme bieten. Jeder Einzelne ist gefragt, denn nachhaltige Konsumentscheidungen helfen beim Schutz der Biodiversität.


Täglich verschwinden bis zu 130 Arten unwiederbringlich von der Erde: Das menschengemachte Massensterben ist die Folge von übermäßigem Ressourcenverbrauch, Klimawandel, Bau neuer Siedlungen und Straßen sowie vom Handel mit bedrohten Arten. Die mögliche Tragweite der Folgen des Artensterbens ist Vielen nicht bewusst: Biodiversität ist unter anderem die Voraussetzung für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, frische Luft, Fischbestände und Meeresfrüchte, traditionelle wie neue Arzneimittel, eine Fülle an Rohstoffen, die Bindung von Treibhausgasen und nicht zuletzt erholsamen Naturgenuss.

Viele Menschen in Entwicklungsländern sind unmittelbar auf funktionierende Ökosysteme angewiesen, vor allem, weil diese Nahrung und Arzneien kostenlos bereitstellen. So decken laut UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) zwei Drittel der Weltbevölkerung etwa 40 Prozent ihres Eiweißbedarfs mit Fischereiprodukten. Gleichzeitig führt die Überfischung der Weltmeere laut TEEB-Report zu Einnahmeverlusten von jährlich bis zu 50 Milliarden US-Dollar.

Konsumentscheidungen können zum Artenerhalt beitragen. In den artenfreundlichen Einkaufskorb gehören zum Beispiel:
• Bio-Lebensmittel
• Produkte aus dem Fairen Handel (erkennbar am Fairtrade-Zeichen)
• Fisch oder Meeresfrüchte mit MSC-Zeichen aus bestandserhaltendem Fang
Holz- oder holzhaltige Produkte mit FSC-Zeichen aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Darüber hinaus hilft jede klimafreundliche Konsumentscheidung beim Schutz von Arten und Ökosystemen. Dazu zählt, energieeffiziente Geräte zu bevorzugen, das Auto öfter mal stehen zu lassen oder das Flugzeug seltener zu benutzen.


Bild: André Sepeur, picturediscount.net

Autor: Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.

Weiterführende Informationen:


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Stand: 11. Dezember 2009
Erstellt: 11. Dezember 2009