Mobbing in der Schulklasse
Mannheim, 18.11.2009: Unter Gewalt und Mobbing in der Schule haben bevorzugt die jüngeren Kinder in einer Klasse zu leiden. Sind diese noch dazu Jungen oder Kinder mit Migrationshintergrund, so ist das Risiko besonders hoch, von den Klassenkameraden drangsaliert zu werden. Dies zeigt eine aktuelle Analyse individueller Schülerdaten von Zehnjährigen, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim durchgeführt hat.Die Studie untersucht, inwiefern die soziale Entwicklung und der Schulerfolg von Kindern dadurch beeinflusst werden, dass sie eher zu den Jüngeren oder zu den Älteren in ihrer Klasse gehören. In der Untersuchung wird dabei der Altersunterschied innerhalb von Klassen berücksichtigt, der aufgrund gesetzlicher Stichtagsregelungen bei der Einschulung entsteht.
Nicht untersucht werden Alterseffekte für Kinder, deren Alter zum Beispiel aufgrund einer Rückstellung oder Klassenwiederholung vom regulären Alter abweicht. Die Studie wertet Daten von Zehnjährigen aus 17 Ländern aus, die zum Beobachtungszeitpunkt in den meisten Ländern die vierte Klasse besuchten. Die Daten speisen sich aus Informationen der Internationalen Grundschul-Leseuntersuchung IGLU, die auch Antworten der Kinder auf einen speziellen Fragenkatalog zu Gewalt und Mobbing in der Schule enthält, sowie aus einer Datenbank internationaler Einschulungsregelungen.
Es zeigt sich, dass die jüngeren Kinder einer Klasse signifikant häufiger von körperlicher oder psychischer Gewalt in der Schule betroffen sind als ihre älteren Klassenkameraden. Dies gilt insbesondere für Jungen und für Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund. Die Auswertung macht darüber hinaus deutlich, dass diese Kinder, die aufgrund ihres Alters unter Mobbing oder Gewalt leiden, auch tendenziell schlechter in der IGLU-Lesestudie abgeschnitten haben. Die Alterseffekte sind dabei in angelsächsischen Ländern besonders groß, insbesondere in Schottland und England sowie in den einzeln untersuchten kanadischen Provinzen Ontario und Québec.
Autor: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Mobbing, Kinder":
Bio-Brotbox für 53.000 Erstklässler in Berlin und Brandenburg Berlin, 30.08.2010: Rund 53.000 Erstklässler an knapp 1000 Grundschulen in Berlin und Brandenburg erhielten am 30. August 2010 zum Start ihrer Schullaufbahn eine Bio-Brotbox. Die Schauspielerin Marion Kracht überreichte den Schulanfängern der Hermann-Sander-Grundschule in Berlin-Neukölln persönlich wieder verwendbare gelben Dosen mit Frühstückszutaten in Bio-Qualität.
Kinderzahncremes: Farbstoffe auf der Bürste Frankfurt, 28.08.2010: Weil kleine Kinder beim Putzen mehr Zahncreme verschlucken als ausspucken, ist es besonders wichtig, dass diese frei von bedenklichen Inhaltsstoffen ist.
Kinderbuch: Über die Entstehung der Welt und des LebensKöln, 04.08.2010: Ob im Freibad oder für verregnete Ferientage. Die Neuerscheinung Von einem, der auszog, die Welt zu verstehen und bis zum Abendessen wieder zurück sein wollte erklärt auf spannende Art und Weise die Entstehung der Welt und des Lebens für Kinder ab 11 Jahren.
Schulmilch: Wege aus der KriseMilch und Milchprodukte sind wichtig für eine ausgewogene Kinderernährung. Die Europäische Union bezuschusst deshalb schon seit über 30 Jahren den Milchabsatz in Kindergärten und Schulen. Das EU-Schulmilchprogramm erfüllt damit auch eine erzieherische Funktion, denn es fördert die Entwicklung guter Ernährungsgewohnheiten, die hoffentlich möglichst lange erhalten bleiben.
Jungbär aus grausamer Gefangenschaft gerettetHamburg, 07.07.2010: Vor einigen Tagen machten Mitarbeiter von VIER PFOTEN im bulgarischen Ort Rousse eine grausame Entdeckung: In einem etwa neun Quadratmeter großen Gebäude, das zu einer Hotelanlage gehört, fristete ein kleiner Bär sein Dasein. Recherchen führten zutage, dass der etwa eineinhalbjährige Monti sich bereits seit frühen Kindertagen in diesem Käfig befand.
„… uuund Action!“: Medienorientierte Umweltkommunikation als HandbuchOsnabrück/München, 14.06.2010: Fernsehen, Radio, Zeitung: Medien gehören für Kinder und Jugendliche zum festen Bestandteil ihres Alltags. Wie aber können Kinder und Jugendliche über sie an Natur und Umwelt herangeführt werden?
Oh wie schön war SumatraFrankfurt a. M., 02.06.2010: Rund 20.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene fordern zusammen mit dem WWF die deutschen Kinderbuchverlage auf, ihre Produktion verantwortlich zu gestalten. Die Unterschriften wurden als Buch gebunden und kombiniert mit den Beiträgen eines Comicwettbewerbs am Dienstag der Verlagsgruppe Random House übergeben.
Gesundheitsrisiko LuftmatratzenBerlin/Frankfurt a. M., 30.05.2010: Zu den neu veröffentlichten Ergebnissen von "Ökotest", nach denen alle von dem Magazin untersuchten Luftmatratzen mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind, erklärte Sarah Häuser, Chemieexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): Die Badesaison startet mit einer Hiobsbotschaft: Für Kinder kann das Planschen mit Luftmatratzen zum Gesundheitsrisiko werden.
Ratgeber Psychotherapie - seriöse Angebote erkennenBerlin, 25.05.2010: Bei einer psychischen Störung oder Erkrankung kann eine Psychotherapie helfen. Auch bei Konflikten, Mobbing oder in Lebenskrisen ist sie häufig das Mittel der Wahl, um wieder in Balance zu kommen und neue Lebensqualitäten zu entdecken.
DANCE FOR NATURE - Umweltschutz auf der Theaterbühne Osnabrück, 23.04.2010: Tanzprojekt mit 45 Jugendlichen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Das Vierspartentheater in Osnabrück bringt neben dem regulären Erwachsenenspielplan auch kontinuiierlich Stücke für und mit Kindern und Jugendlichen auf die Bühne. Bereits seit August 2009 laufen Exkursionen, Workshops und Proben, die alle auf ein neues innovatives Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche und Kinder mit Migrationshintergrund hinauslaufen: Dance for Nature Tanzen für die Natur.
Stand: 18. November 2009
Erstellt: 18. November 2009
Erstellt: 18. November 2009




















Druckansicht