Umweltjournal.de
|
Familie und Kinder
|

Artikel Nr.: 15612
Muttertag ohne Angiften
Berlin, 06.05.2009: Vielen Müttern wird am kommenden Sonntag ein Blumenstrauß überreicht eine Geste der Zuneigung, die ohne große Worte auskommt. Könnten Blumen aber nicht nur im übertragenden Sinn sprechen und könnten sie von ihrer Herkunft erzählen, würde so mancher Mutter die Freude an ihnen verdorben. Denn importierte Schnittblumen stehen nicht nur wegen ihrer Pestizidbelastung in der Kritik.Die VERBRAUCHER INITIATIVE empfiehlt als Alternativen Blumen aus dem Fairen Handel und umweltschonendem Anbau.
Vor allem im Blumenhandel brummt zum Muttertag das Geschäft: Die Branche verbucht aus diesem Anlass Umsätze im dreistelligen Millionenbereich. Besonders rote Rosen gehen über die Ladentheke. Was man nicht sieht: Mehr als 80 Prozent der Schnittblumen werden importiert und stammen meist aus Lateinamerika und Afrika. Häufig werden sie unter Arbeits- und Umweltbedingungen gezüchtet und geerntet, die alles andere als rosig sind, so Mareen Joachim von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Auf zahlreichen Blumenfarmen arbeiten zumeist Frauen für Niedrigstlöhne und ohne Anspruch zum Beispiel auf geregelte Arbeits- und Pausenzeiten. Zudem werden Unmengen an Pestiziden eingesetzt, die vor allem Blumenarbeiterinnen krank machen und die
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt belasten.
Längst bietet der Handel Alternativen an: Wem die schlechten Bedingungen auf entfernten Blumenfarmen ein Dorn im Auge sind, kauft einen fair gehandelten Muttertagsstrauß und stärkt damit vor allem Frauen in armen Ländern den Rücken. Zumal sozialkorrekte Blumen normalerweise nicht mehr kosten als herkömmliche Blumen der gleichen Güte, so Mareen Joachim. Fair gehandelte Schnittblumen werden sozialverträglich und umweltschonender hergestellt. Sie sind am FLP-Siegel zu erkennen, dem Zeichen des Flower Label Programm. Daneben gibt es Rosen, die das bekannte Fairtrade-Zeichen tragen.
Beim Kauf umweltschonend gezüchteter Blumen aus hiesiger Produktion kann nach dem Grünen Zertifikat (DGZ) Ausschau gehalten werden. Auch Bio-Blumen sind zu bekommen, die wie jedes Erzeugnis aus dem kontrolliert ökologischen Anbau mit einer EG-Öko-Kontrollnummer versehen sind. Bio-Blumen schmückt außerdem das Zeichen eines anerkannten Anbauverbandes wie
Naturland, Verein für naturgemäßen Landbau e.V., wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München gegründet. Die 1357 Mitgliedsbetreibe bewirtschaften in der BRD insgesamt 55.000 ha Anbaufläche. Die wichtigsten Zielsetzungen des Verbandes sind gezielte Bodenpflege, Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht, artgerechte Tierhaltung mit Verfütterung betriebseigener Futtermittel und insbesondere die Förderung der Vermarktung der naturgemäß erzeugten Produkte.Naturland,
Bioland ist ein Zusammenschluß von 3.500 Biobauern insgesamt 116.000 Hektar Fläche bewirtschaften. Überdies gibt es 600 Verarbeiter, die Bioland-Rohstoffe weiterverarbeiten, wie zum Beispiel Bäcker oder Molkereien. Damit ist Bioland der Größte der neun ökologischen Anbauverbände in Deutschland.Bioland oder
Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise. Demeter.
Das Themenspezial Blumen informiert über Produktion und Kennzeichnung von sozialverträglich und umweltfreundlich erzeugten Blumen und gibt Tipps für Einkauf und Blumenpflege. Das kostenlose Informationsangebot der VERBRAUCHER INITIATIVE steht auf www.oeko-fair.de, dem Internetportal zum öko-fairen Handel(n).
Bild: © Wunderkatze, PIXELIO
Autor: Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
2113 Aufrufe
Stand: 6. Mai 2009
Erstellt: 6. Mai 2009
Weiterführende Informationen:
Weitere Meldungen zum Thema "Blumen, Muttertag":